"Nicht wegsehen, sondern Farbe bekennen"

Wie andere Einwohner Wunsiedels stellte sich auch der CSU-Bürgermeister im August 2004 dem Aufmarsch Rechtsextremer entschlossen entgegen. "Man darf nicht wegsehen, sondern muß Farbe bekennen" angesichts der "braunen "Soße" sagt er im Interview mit Radio Z.

"Solange sie sich auf dem freiheitlich-rechtlichen Sektor bewegen, sag ich OK", sagt der CSU-Bürgermeister von Wunsiedel zu den Demonstrierenden aus dem Antifa-Spektrum, die am kommenden Wochenende in der Oberpfälzer Kleinstadt erwartet werden. 2004 hatte er eine Blockade mitorganisiert, die den Marsch der Rechten eine halbe Stunde lang aufhalten konnte - dafür hatte er neben anderen landwirtschaftlichen Fahrzeuge auch zwei Güllewagen aufgetrieben. Zur Aufgabe seines Sitzstreiks gegen die "braune Soße" musste ihn die Polizei erst sehr nachdrücklich auffordern.

Derartig engagiertes Eintreten gegen die Neonazi-Szene, die alljährlich nach Wunsiedel pilgert, um den Mythos vom "Friedensflieger und Martyrer" Hess zu erneuern, verschaffte den EinwohnerInnen Wunsiedels nicht nur einen Bundespreis als "Botschafter der Toleranz" und den Besuch des Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse sondern auch den Respekt der Antifa-AktivistInnen.

Michael Liebler sprach mit Bürgermeister Karl-Willi Beck: here we go  

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