Die Symbolfigur Rudolf Hess

Mit seinem "Friedensflug" setzte Rudolf Heß alles auf eine Karte, meint der Historiker Michael Kohlstruck. Das Ziel: Seine schwindende Macht in der NSDAP zurückzuerobern und die Unterwerfung der Menschen Osteuropas zu ermöglichen. Über die Geschichte einer seltsamen Symbolfigur für Neonazis...

Nur ein Jahr nach der Selbsttötung von Rudolf Hess im Allierten-Gefängnis Berlin-Spandau 1987 marschierten 120 Neonazis durch die bayerische Kleinstadt Wunsiedel, wo Hess aufwuchs und begraben ist. Wunsiedel - so der damalige Nazi-Führer Michael Kühnen - solle nie zur Ruhe kommen - und tatsächlich waren es 2 Jahre später bereits mehr als 1000 Rechtsextreme, die in Wunsiedel riefen: "Rudolf Hess - Märtyer für Deutschland". Für die Neonazi-Szene ist klar: an dem ehemaligen NSDAP-Potentaten wurde stellvertretend Rache geübt. Er wird zum Helden stilisiert und an seiner Figur wird Geschichte umstrukturiert, ja er wird zum Opfer gemacht. Geschichtsrevisionismus pur, wie Michael Liebler in seinem Beitrag mit dem Berliner Historiker Dr. Michael Kohlstruck klarstellt.

Weiterführende Links:

Ausführliche Wikipedia-Seite zu Rudolf Heß

Ausgezeichneter Hintergrundartikel zur Geschichte der "Heß-Gedenkmärsche" in Wunsiedel.

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