Vom Neonazi zum Neodemokraten?

Zwei NPD-Aussteiger in Sachsen kehren schwächen die Landtagsfraktion der rechtsextremen Partei. Ihren Schritt begründen Sie mit zunehmender Nähe der NPD zum Nationalsozialismus. Doch der Journalist und Rechtsextremismus-Experte Burkhard Schröder glaubt nicht an politische Motive.

Seit gestern abend sind es zwei Landtagsabgeordnete, die sich "entäuscht" von der sächsischen NPD abgewandt haben. Von Ihnen erfahren wir fürwahr Erstaunliches: Die NPD, so die Kritik der beiden nationalen Demokraten, bekenne sich - und das immer offener - zum Nationalsozialismus. Da schau mal einer an.

Die Begründung des Einen - des Herrn Mirko Schmidt aus Meißen - lautet, die NPD verrate ihre Wahlversprechen und mache sich im Landtag für ein 'viertes Reich' stark.

Der Andere - ein Klaus Baier aus Annaberg - stellte ein "mittlerweile unüberbrückbaren Distanz" zur NPD bei sich fest und gab seinen Austritt gestern abend bekannt. Damit schmilzt die rechtsextreme sächsische Landtagsfraktion von 12 auf 10 Mitglieder zusammen. Ein phantasiefrohes Rätselraten über die wahren Motive des Herrn Schmidt und des Herrn Baier hebt an, und die Frage wird gestellt: Hat da jemand nachgeholfen?

"Ja, wir!", meldete sich bereits der Verfassungsschutz zu Wort - doch Geld habe bei dem Ausstieg keine Rolle gespielt.

Doch der Journalist und Rechtsextremismus-Experte Burkhard Schröder glaubt weder an politische Motive der Aussteiger, noch an eine humanitäre Mission des Verfassungsschutzes. Mit ihm sprach Michael Liebler über die Motive der Renegaten: here we go  

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