Callot, Goya, Dix, Brecht: Konstruierte Bilder vom

Das Erlanger Stadtmuseum stellt die künstlerische Aufarbeitung des Krieges durch Callot, Goya, Dix und Brecht gegen mediale Darstellungsweisen, die die Sicht der Herrschenden und nicht die der Opfer einnehmen.

"Die Schrecken des Krieges", so lautet der Titel einer Ausstellung, die derzeit in Erlangen zu sehen ist. "Ich habe es gesehen", so der Untertitel. Der Blick auf den Krieg fällt anders aus, als in den meisten historischen "Schlachtenschinken", aber auch anders als in der Mehrzahl der Bilder, die uns die zeitgenössische Kriegsberichterstattung beschert.

Es geht nämlich um die Schrecken und Grausamkeiten des Krieges, nicht um Heldentum und Sieg. Zwar sind es Bilder von Kriegen vergangener Zeiten und die Künstler, deren Werke gezeigt werden sind längst tot - und doch ist es eine Ausstellung mit einer Aktualität hinter den Grafiken und Fotos, die überrascht.

Gelungen ist den AustellerInnen anhand der Werke von Jaques Callot, Francisco de Goya, Otto Dix und Berthold Brecht auch die Entwicklung der Sichtweisen auf die Problematik der Gewalt, Zerstörung und Grausamkeit der Kriege durch die Jahrhunderte aufzuzeigen. Will Callot mit seiner Folge "Les miseres et les malheurs de la guerre" noch die Auswüchse des Krieges eindämmen, so fordert Brechts Kriegsfibel dazu auf, politisch gegen die Kriegsziele der Herrschenden Stellung zu nehmen.

 

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