Styroporleichen als Protest gegen rigide Migration

Performance auf der Pegnitz als politischer Protest.

Ein Arbeitskreis "Grenzen auf" ließ während des Nürnberger Bardentreffens "Wasserleichen" schwimmen und regte damit die BesucherInnen des Events zum Nachdenken über europäische Migrationspolitik an.

Performance auf der Pegnitz als politischer Protest: Ein Arbeitskreis "Grenzen auf" ließ während des Nürnberger Bardentreffens "Wasserleichen" schwimmen - und regte damit die BesucherInnen des Events zum Nachdenken über europäische Migrationspolitik an.

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Eine Styroporleiche im Pegnitzwasser, und eine schwimmende Anklage: "Europas Meeresgrenzen töten!". Die Botschaft der Aktion: Die Zahl der Afrikaner, die bei dem Versuch in Europa illegal auf dem Wasserweg einzureisen ums Leben kommen, ist dramatisch gestiegen. 2004 seien geschätzte 2000 Menschen auf der Flucht übers Meer gestorben, hieß es in einer Presseerklärung des Arbeitskreises, 2005 habe sich die Zahl der Opfer auf 5000 gesteigert, in diesem Jahr seien es bereits jetzt 10 000 Tote.

Ein Sprecher der AG erklärte auf Nachfrage, die genannte Zahl beruhe auf Annahme spanischer Behörden, dass 30 bis 60 Prozent der Flüchtlinge auf ihrer Flucht zu Tode kämen.

Bereits die zurückhaltenden Schätzungen des Roten Kreuzes gehen von 1200 Toten nur im ersten Viertel diesen Jahres aus. 20 000 sollen es nach der gleichen Quelle in den letzen 10 Jahren insgesamt gewesen sein, die beim Versuch nach Europa zu kommen den Tod auf dem Meer fanden.

So oder So: Eine Bilanz die erschreckt. Auch so mancher Besucher des Bardentreffens liess sich von der Polit-Performance zum Nachdenken anregen. Michael Liebler berichtet:

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