Regensburg: Papstsatire fiel in Ungnade

Zwei Bilder des Künstlers Frank Scholz wurden im Vorfeld des Papstbesuchs in Regensburg von der Polizei beschlagnahmt. Der Behörde ging die satirisch-künstlerische Auseinandersetzung mit Religion und Kirche offenbar zu weit.

Fast ganz Regensburg harrt gespannt des Papstes. Vatikansfähnchen werden geschwungen. Auf dem Domplatz ist schon mal Papst Benedikt auf der Großleinwand zu sehen und - sieht man mal von einem Sexshop ab - hat fast jeder Läden das Konterfei des segnenden Papst im Schaufenster ausgestellt. [:src:]

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Doch die Begeisterung ist nicht ungeteilt. Einige Regensburger ärgert auch, dass ihre ganze Stadt vor den Karren der katholischen Kirche gespannt werden soll. Eine Gegenveranstaltung unter dem Titel "Heidenspass statt Höllenqualen" soll Gelegenheit geben sich auch kritisch mit Kirche und Religion auseinander zu setzen.

Eigens für diese Gelegenheit hatte der Regensburger Künstler Frank Scholz eine Serie von Bildern in Öl gemalt. Satirisch setzt er sich in ihnen mit dem Papsttum, der Amtskirche und katholischen Moralvorstellungen auseinander. Der Inhalt zweier dieser Bilder ging der Regensburger Staatsanwaltschaft zu weit.

Die auf dem Regensburger Haidtplatz ausgestellten Gemälde wurden am Sonntag von der Polizei abgenommen und beschlagnahmt. Michael Kroll, Redakteur der Alternativen Regensburger Stadtzeitung "Der Leserbrief" hat die Beschlagnahmung beobachtet und berichtete auf der Webseite seiner Zeitung . Mit ihm sprach Michael Liebler:

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