60 Jahre nach Nürnberg - Der Kampf gegen die Straf

Interview mit Rainer Huhle vom Nürnberger Menschenrechtszentrum über die internationalen bemühungen, Kriegs- und menschenrechtsverbrechen vor Gericht zu bringen

Vor 60 Jahren, am 1. Oktober 1946, wurden die Ureile im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess gesprochen. 21 ehemals führende Vertreter des "1000-jährigen Reiches" saßen auf der Anklagebank.

Im Anschluß an den internationalen Hauptkriegsverbrecherprozeß fanden die 12 Nürnberger Nachfolgeprozesse gegen ArztInnen, Wirtschaftsgrößen, Beamte statt. Mit dem letzten Urteil am 11. April 1949 waren die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse zu Ende.

In aller Welt gilt bis heute das Nürnberger Internationale Militärtribunal gegen die Nazi-Hauptkriegsverbrecher als Ausgangspunkt der Bemühungen, die Verantwortlichen für schwere Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen vor Gericht zu bringen. So entstanden unterschiedliche internationale Gerichtshöfe, bekannt wurde vor allem das sogenannte UN-Kriegsverbrechertribunal, von dem Verantwortliche der Jugoslawienkriege angeklagt und verurteilt wurden.

Einig ist sich die Staatengemeinschaft allerdings nicht, wenn es um die internationale Gerichtsbarkeit von Menscherechts- undKriegsverbrechen geht. So wird der Internationale Gerichtshof in Den Haag beispielsweise von Staaten wie den USA, Russland, China, aber auch Kuba oder Israel nicht anerkannt.

Anlässlich des 60. Jahrestages der Nürberger Prozesse veranstaltet das Nürnberger Menschenrechtszentrum am kommenden Wochenende eine Tagung, die sich mit der aktuellen Verfolgung von Kriegsverbrechen auseinandersetzt. Titel der Veranstaltung: "60 Jahre nach Nürnberg - Der Kampf gegen die Straflosigkeit vor neuen Herausforderungen."

Lissi Schwemmer sprach mit Rainer Huhle vom Menschenrechtszentrum über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer internationalen Strafverfolgung von Kriegsverbrechern.

Unter www.menschenrechte.org kann das Programm der Tagung eingesehen werden. Interessierte können sich über diese Seite auch zur tagung anmelden, ansonsten telefonisch beim Nürnberger Menschenrechtszentrum.

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