Friedensprozeß in Nordirland

Interview mit dem irischen Journalisten Ciaran Murray über die aktuellen Entwicklungen

Die Republik Irland steht für gutes Guiness, Ale- und Stout-Bier, gemütliches Trampen im satten Grün, krude Stepptänze und akkordeonlastige Mitschunkellieder. Nordirland steht für Gewalt und Bürgerkrieg- ein plattes Cliche, aber tatsächlich wurde mein persönliches Nordirland Bild von Kindheit an geprägt von Berichten über Autobomben, verschreckte Kinder, die im Spießrutenlauf die Nachbarviertel der verhassten Grünen oder Orangenen durchqueren müssen und regelmäßige Ausschreitungen. Die Schraube des Hasses hat eine lange Geschichte in Irland, die bis in das 11. Jahrundert zurückreicht. Obwohl sich in diesem Konflikt mehr oder weniger zwei verschiedene Konfessionen gegenüberstehen, hat der Konflikt keinen religiösen Hintergrund, sondern steht für den Kampf um Unabhängigkeit.

Fast viertausend Menschen, größtenteils Zivilisten, starben in Folge der Gewalt. Heute sind die politischen und sozialen Einstellungen vieler Menschen durch den Konflikt geprägt. Nordirland hat seit Anfang März eine Regierung, die beide extreme Positionen der protestantischen Nationalisten und katholischen Unionisten miteinbezieht. Eine spannende und erfreuliche Entwicklung. Ein Friedensprozeß für eine Region, der man diese Versöhnung nicht mehr zugetraut hätte. Wally Geyermann sprach mit Ciaran (gesprochen Kiron) Murray, Manager des irischen Community Radios nearmedia coop über die aktuelle Entwicklung. Seine Kollegin Sally hatte erzählt, sie empfinde aufgrund der nordirischen Geschichte noch viel Vorsicht und Mißtrauen gegenüber der neuen Regierung. Er ebenfalls?

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