Möglichst Freiwillig - Interview mit Filmemacherin

„Freiwillig“ oder doch eher „gezwungenermaßen“ - ob es tatsächlich die freie Entscheidung von geflüchteten Menschen ist, in ihr Heimatland zurückzukehren oder ob sie doch von der Bundesregierung zunehmend unter Druck gesetzt werden, aus Deutschland wieder auszureisen, thematisiert der Film „möglichst freiwillig“ von der Fotojournalistin Allegra Schneider.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollten Ausreisepflichtige Deutschland verlassen. Und zwar am besten: „möglichst freiwillig“. Der Film erzählt die Geschichte des dreizehnjährigen Zijush und seiner Familie. Sie sind Roma und lebten einige Jahre in Deutschland bis der Vater der Aufforderung einer „freiwilligen Rückreise“ nachgibt und mit seiner Familie nach Mazedonien zurückkehrt. Da die Familie, wie viele andere Roma in den ehemaligen jugoslawischen Staaten, von der Gesellschaft ausgegrenzt und gar diskriminiert wird, gestalten sich selbstverständliche Dinge wie der Schulbesuch von Zijush dort als problematisch. Seine Schulklasse, die der Junge schweren Herzens zurücklassen musste, holt den Jungen daher per Videoanruf zurück in das Klassenzimmer und seine Lehrerin besucht ihn in der Hauptstadt Skopje. Aus verschiedenen Perspektiven porträtiert so Allegra Schneider die Geschichte von der Ausreise des Jungen und aller Beteiligten, sowie auch die Lebensbedingungen von Roma in ihren Herkunftsstaaten und Deutschland. Amelie Klemens besuchte die gestrige Filmvorstellung und war anschließend im Gespräch mit der Filmemacherin.

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AutorIn: Radio Z | Format: MPEG-1 Layer 3 | Dauer: 0:0 Minuten

 

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