Sozialistin und Agitatorin im Januarstreik 1919: die vergessene Münchner Revolutionärin Sonja Lerch

Sonja Lerch war Revolutionärin, Weggefährtin Kurt Eisners und organisierte an seiner Seite die Januarstreiks 1918 in München gegen den Krieg. Und doch ist sie heute völlig in Vergessenheit geraten.

Januar 1918: Die Bevölkerung ist kriegsmüde, schon lange gibt es Hungerrevolten und Demos für ein Ende des Krieges, für Frieden. Zu massenhaften Arbeitsniederlegungen kommt es bei den Januarstreiks Anfang 1918. Ganz vorne dabei ist die Münchner Revolutionärin Sonja Lerch. Sie hält flammende Reden in den Fabriken, organisiert, ruft zum Streik auf - zusammen mit Kurt Eisner, dem späteren Ministerpräsidenten. Nach dem Ende des Streiks lebte sie nur noch wenige Monate. Sie starb im Gefängnis. Sonja Lerch ist heute vergessen. Das ändern will die Autorin Cornelia Naumann. Sie hat ein Buch über Sonja Lerch geschrieben und stellt ihren Roman morgen (14.11.) in Erlangen vor. Der Titel: „Der Abend kommt so schnell. Münchens vergessene Revolutionärin Sarah Sonja Lerch“. Heike Demmel hat mit Cornelia Naumann über ihr Buch und über Sonja Lerch gesprochen:

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Am Mittwoch, 14.11.18 findet in Erlangen eine Lesung von Cornelia Naumann zu ihrem Buch „Der Abend kommt so schnell. Münchens vergessene Revolutionärin Sarah Sonja Lerch“ statt. Beginn ist 19 Uhr im VHS-Lesecafé in der Hauptstraße 55, organisiert vom Bund für Geistesfreiheit Erlangen. Das Buch ist erschienen im Gmeiner Verlag, hat 406 Seiten und kostet 16 Euro.

 

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