Selbstbestimmung: Deproduktion - Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext

Interview mit Sarah Diehl, Herausgeberin der Anthologie "Deproduktion - Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext". Das Interview wurde während der Linken Literaturmesse in Nürnberg geführt.

Obwohl in Deutschland jede 6. Schwangerschaft abgebrochen wird, ist Abtreibung hierzulande nach wie vor verboten und wird lediglich nicht strafrechtlich verfolgt. Der Staat mischt sich in die reproduktive Selbstbestimmung von Frauen ein und eine Diskussion darüber gibt es in der Öffentlichkeit kaum. Dabei ist die Situation in Deutschland noch verhältnismäßig gut, wenn der internationale Kontext betrachtet wird. Laut Statistiken der Weltgesundheitsorganisation WHO stirbt alle sieben Minuten auf der Welt eine Frau an den Folgen eines unsicheren Schwangerschaftsabbruchs. Sowohl in reichen Industrieländern, als auch im Trikont wird Frauen das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung vorenthalten. Trotz der enormen Bedeutung des Themas gibt es aber kaum Literatur, die die globale Dimension beleuchtet. Mit der im Alibri-Verlag erschienenen Anthologie „Deproduktion – Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext“ wird der Versuch unternommen, das Phänomen international darzustellen.

Deproduktion Buchtitel
Die Anthologie verbindet historische Begebenheiten, kulturwissenschaftliche Perspektiven und persönliche Erfahrungsberichte von Frauen, Aktivistinnen und Wissenschaftlerinnen aus Ländern mit unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen und stellt die Selbstverständlichkeit in Frage, mit der Frauen moralisch, sozial und politisch immer noch ihre vollen reproduktiven Rechte und ihre körperliche Selbstbestimmung verwehrt werden.
Während der 12. Linken Literaturmesse, die letztes Wochenende in Nürnberg stattfand, sprach Christian Hartmann mit Sarah Diehl, der Herausgeberin des Buches, und wollte zunächst wissen, wie die Idee, das Buch herauszugeben entstand.
Die Anthologie „Deproduktion – Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext“ ist im Alibri-Verlag erschienen, umfasst 260 Seiten und kostet 17 Euro.
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